Montenegro plant, Visa für Russen, Weißrussen und Chinesen einzuführen.
Montenegro erwägt, in Vorbereitung auf den Beitritt zur Europäischen Union und die Einhaltung der Schengen-Visumstandards ein Visum für Bürger Russlands, Weißrusslands und Chinas einzuführen, wie das DAN-Portal unter Berufung auf Regierungsquellen mitteilte. Im Moment können russische Staatsbürger bis zu 30 Tage ohne Visumbeschränkungen in Montenegro bleiben. Danach begehen viele von ihnen sogenannte "Borderlands" — sie überqueren beispielsweise die Grenze zu Serbien oder Bosnien, um zurückzukehren und eine neue Aufenthaltsdauer ohne Visum zu beginnen. Wenn Visa für Russen eingeführt werden, wird dieses Schema nicht mehr funktionieren, was es für russische Staatsbürger erschweren wird, länger im Land zu bleiben.
Die Einführung eines Visa-Regimes kann auch die touristische Attraktivität Montenegros beeinflussen. Das Land ist traditionell bei russischen Touristen beliebt, und der Tourismus aus Russland nimmt einen bedeutenden Platz in der Wirtschaft Montenegros ein. Es wird erwartet, dass die Einführung von Visa die Zahl der russischen Touristen verringern wird, was sich insbesondere in der Sommersaison negativ auf die Einnahmen des lokalen Geschäfts auswirken kann. Die montenegrinische Regierung betrachtet diese Maßnahme jedoch als Teil verbindlicher Schritte im Rahmen der europäischen Integration.
Ähnliche Änderungen werden auch in Bosnien diskutiert, wo die Einführung von Visa für Bürger aus Nicht-EU-Ländern ebenfalls mit den Anforderungen der europäischen Integration verbunden ist. Gleichzeitig sagte Serbien, dass es keine Pläne habe, ein Visumregime für Russen einzuführen, was es für Touristen aus Russland, Weißrussland und anderen Ländern noch attraktiver machen könnte.